RAUMLUZERN

Hochsensibilität als Begabung erkennen

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FALLBEISPIELE


Drei Beispielen zeigen welche Formen und Auswirkungen eine erhöhte Wahrnehmung annehmen kann und wie sich diese im Alltag äussern kann.


Ihr Kleinkind schreit zu Hause ohne sichtbaren Grund. Es hat ängstliche Züge und sie sorgen sich um Ihr Kind. Alle ärtzlichen Untersuchungen finden keine Ursache, das Kind ist kerngesund. Egal was sie tun, das Schreien wird tagtäglich mehr. Ein hochsensibles Kleinkind kann in diesem Fall zum Beispiel Spannungen spüren die es über das Schreien vermittelt. Der Ursprung dieser Spannungen können zum Beispiel die ständig streitenden Nachbarn sein, eine Natelantenne auf Augenhöhe der Wohnung, Spannung zwischen den Eltern selbst und Vieles mehr.


Als Kind werden meistens im Kindergarten oder in der Schule entsprechenden Rückmeldungen von Betreuungs- und Lehrpersonen gemacht. Das Kind ist sehr schnell abgelenkt, nicht bei der Sache, unkonzentriert, zappelig oder weint ohne sichtbaren Grund. Symptome gibt es zahlreiche und in den meisten Fällen wird ein Schulpsychologe und der Hausarzt beigezogen. Die Diagnose kann dann heissen; Verdacht auf eine Verhaltensauffälligkeit, -Störung oder auch ADHS. Im besten Falle wird eine Hochsensibilität entdeckt. Die Eltern, Lehrpersonen an der Schule, die Kameraden und Freunde tun sich in der Regel schwer mit dem Verhalten des Kindes. Dies behindert auch oft das familiäre Zusammenleben, den Kinderkrippen, Kindergarten- oder Schulbetrieb. Damit das Kind in die Strukturen „passt“, werden Therapien verordnet und stellenweise sogar Medikamente verschrieben. Damit wird das Kind zwar ruhig gestell, die Symptome lassen sich damit abschwächen, die Ursache bleibt aber zumeist unerkannt.


Als erwachsener Mensch nehmen wir das Thema dann oft noch weniger klar wahr. Unsere Sinne sind bereits auf unser Umfeld eingeschliffen, mit der Zeit auch etwas abgestumpft. Wir hören zum Beipiel als Erwachsener bereits sehr früh weniger gut, als dies ein Kind tut. Erwachsene mit Depressionen leiden zum Beispiel oft an einer erhöhten sensitiven Wahrnehmung. Oft erkennt man die eigene Hochsensibilität nicht und für die Betroffenen beginnt ein langer Leidensweg. Dieser endet auch hier oft in der Abgabe von Medikamenten. Die Ursache lässt sich damit leider noch immer nicht erkennen.


In allen Fällen wird den hochsensiblen Menschen von ihrem Umfeld vermittelt; "mit Dir stimmt etwas nicht, du bist krank!“ Und genau das kann bereits zu manifaltigen Krankheitsbildern führen.

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